Mid-Century-Vienna

Die 1950er und 1960er Jahre, die optimistischen Jahre des Wirtschaftswunders haben weitreichende Spuren in der Architektur, im Design und den Interieurs der Stadt hinterlassen.

Tom Koch und Stephan Doleschal stellen mit über 500 Fotos auf beeindruckende Art und Weise „Mid-Century Vienna“-Stadtleben vor.

In diesen Jahren, genau 1954 bis 1958, entstand ganz im Zeichen politischer und kultureller Erneuerung die Wiener Stadthalle. Roland Rainer, Doyen der österreichischen Architektur, schuf mit ihr sein Meisterwerk und eines der ersten Veranstaltungszentren eines neuen Typus, das als Mehrzweckhalle für tausende Menschen konzipiert wurde.

Mit der Eröffnung wurde nicht nur dem lang gehegten Wunsch nach einem multifunktionalen Veranstaltungszentrum Rechnung getragen, sondern zugleich auch ein „Wahrzeichen“ des „Neuen Wien“ geschaffen.

 

Geschäftsführerin Carola Lindenbauer der Wiener Stadthalle dazu im Wordrap:

Architekturikone

  • Es ist einfach etwas sehr Besonderes in einer Institution wie der Wiener Stadthalle zu arbeiten. Es ist ein Sehnsuchtsort, den bereits über 65  Millionen Menschen besucht haben. Österreichische Musiker*innen bestätigen oft: „Wenn Du die Wiener Stadthalle füllst, dann hast du es geschafft“!

Lieblingsplatz

  • Da gibt es mehrere. Am 1. Rang die große Halle überblickend, einmalig. Und auch bei den Kunstwerken die in der Wiener Stadthalle zu erleben sind, wie beispielsweise auch am 1. Rang, bei der Marmorwand von Leinfellner und dem Wandteppich von Boeckl.

Kunst in der Wiener Stadthalle

  • Die Wiener Stadthalle birgt bis heute teils exponierte, teils in den Alltag integrierte Kunstwerke von unschätzbarem Wert: Fritz Wotruba schuf eine Steinskulptur, Wander Bertoni die vier Meter hohe abstrakte Stahlplastik „Die Bewegung“. Carl Unger kreierte einen stilisierten Orientierungsplan als Mosaik aus farbigem Glas, ein weiteres Mosaik stammt von Maria Biljan-BilgerHerbert Boeckls Bildteppich „Die Welt und der Mensch“ wurde 2009 aufwändig restauriert und kleidet ausdrucksstark 12 m Wandfläche der Ehren-Loge. Im angrenzenden Süd-Gang der Halle D hat sich Heinz Leinfellner mit seiner mächtigen Marmorwand verewigt. In der angrenzenden Halle C hat Johann Fruhmann ein Mosaik gestaltet. 

Multifunktionalität

  • In der Wiener Stadthalle finden jährlich über 300 Events statt zu denen rund 1  Million nationale wie internationale Besucher*innen kommen. Die Wiener Stadthalle zählt damit zu den Top 10 Arenen Europas. Die vorausschauende Multifunktionalität sucht ihresgleichen und ermöglicht jede Art der Veranstaltung. Von Rockkonzert bis Opernabend, von der internationelen Fernsehshow bis zum großen Sportevent, Messen und Kongressen oder auch wie in den letzten Monaten medizinisches Testzentrum.

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