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DIE KONFERENZ DER TIERE

Sonntag, 16.November 2008

Das neue Musical von teatro für die ganze Familie am 15. und 16. November in der Wiener Stadthalle!

Die Welt ist völlig durcheinander geraten: Wer soll sie denn noch retten?
Unsere Tiere wissen wie! Wollt ihr es auch wissen? Dann kommt und schaut, wie Oskar, der Elefant, und seine Freunde alles zum Guten wenden.

Da es den Menschen nicht gelingt, vernünftig zu werden beschließen die Tiere, die Menschen "um ihrer Kinder willen" zur Vernunft zu bringen. So werden die Menschen durch Abhaltung der KONFERENZ DER TIERE zur Unterzeichnung eines "ewigen Friedensvertrages" gezwungen, der in gewisser Weise Kästners Utopie für eine friedliche Welt beinhaltet.

Aufführungsrechte: Verlag für Kindertheater Uwe Weitendorf GmbH
Illustrationen: Walter Trier, Atrium Verlag

Besetzung:
Oskar der Elefant - Martin Berger
Alois der Löwe - Andrea Malek
Leopoldine die Giraffe - Rita Nikodim
Oskarine - Kathleen Bauer
Paul der Eisbär - Manfred Schwaiger
Reporter/General Zornmüller - Norbert Holoubek
Maxi die Maus - Bea Knoth
in weiteren Rollen:
Sabrina Bartl, Roberto Razenberger und Angelika Schiffer

sowie mit 40 Kindern und Jugendlichen
und 7 Musikern von den Vereinigten Bühnen Wien

Regie: Norberto Bertassi
Buch: Norberto Bertassi, Barbara Karolyi
Musik: Walter Lochmann
Bühne: Germano Milite
Kostüme: Orsi Tiara
Produktionsleistung: Maria Haneder-Kulterer

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Über die Konferenz der Tiere

Erich Kästners Fabel und politische Satire erschien 1949 - die Neuordnung der Weltpolitik und des Alltags der Menschen nach dem 2. Weltkrieg ist voll im Gange, die ersten Zeichen des über Jahrzehnte andauernden kalten Krieges sind deutlich abzulesen.

Kästner schrieb "Die Konferenz der Tiere" als einen Appell für den Frieden - die Handlung ist schnell erzählt: Da es den Menschen nicht gelingt, vernünftig zu werden und Krieg immer als legitimes Mittel der Politik ansehen, beschließen die Tiere dieser Welt, die Menschen "um ihrer Kinder willen" zur Vernunft zu bringen.

Da die Friedenskonferenzen der Menschen ständig scheitern, fassen die Tiere den Entschluss, im "Hochhaus der Tiere" ihre erste und letzte Konferenz abzuhalten. Parallel zu der tierischen Konferenz, tagen in Kapstadt, Südafrika, die Staatsoberhäupter und Minister zu ihrer 87. Konferenz. Als ihnen die Freidens-Forderungen der Tiere "um der Menschen Kinder Willen" überbracht werden, sind sie sich erstmals einig: Die Tiere soll jegliche Einmischung untersagt werden. Der Appell der Tiere wird also ignoriert - die Tiere ersinne daraufhin einen Plan: Eine Mäuse- und Rattenplage vernichtet sämtliche Akten der Konferenzteilnehmer - doch in kürzester Zeit werden Kopien besorgt, sodass sich die Tiere etwas Neues einfallen lassen müssen. Auch weitere, gut ausgeklügelte Pläne, die Menschen ohne Gewalt zur Besinnung zu bringen, fruchten nicht.

Doch dann trifft der schauderbarste Tag der 87. Konferenz der Menschen ein- was geschieht? Alle Kinder sind plötzlich verschwunden! Alle Erwachsenen sind plötzlich allein auf der Erde. Kinderseelenallein.

Den Menschen bleibt nun keine Wahl: sie unterzeichnen den "ewigen Friedensvertrag" der Tiere, der in gewisser Weise Kästners Utopie für eine friedliche Welt beinhaltet. 


Über Erich Kästner

Der beliebte deutsche Autor (23. Februar 1899 - 29. Juli 1974), der - nicht nur - mit seinen Kinderbüchern bis heute Jung und Alt bezaubert, schuf mit "Die Konferenz der Tiere" (1949) eine Fabel und politische Satire, welche die Mechanismen von Krieg und Machtstrukturen entblößt.
Und wer kennt die Bücher und deren Verfilmungen Erich Kästners nicht, die ihren Platz im deutschsprachigen Literatur- und Filmkanon längst gefunden haben - ein Auszug:
"Emil und die Detektive" (1929) - 1931 von Billy Wilder verfilmt; "Pünktchen und Anton" (1931); Das fliegende Klassenzimmer (1933); "Das doppelte Lottchen" (1949); "Die Konferenz der Tiere" (1949).
Obwohl Erich Kästner heute eher mit seinem Werk als Kinder- und Jugendautor in Verbindung gebracht wird, darf nicht darauf vergessen werden, dass er ein wichtiger Kommentator seiner Zeit war, die er in der Zwischen- und Nachkriegszeit des letzten Jahrhunderts in Form des literarischen Kabaretts, als Journalist, Drehbuchautor und scharfzüngiger Dichter in beobachtete.
 

 
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