
BA-CA TENNISTROPHY IN DER WIENER STADTHALLE
Dienstag, 25.September 2007
Acht der internationalen Weltranglisten-Top20 treten 2007 bei der BA-CA TennisTrophy vom 6.-14.September in der Wiener Stadthalle an.
Das Teilnehmerfeld der 22. BA-CA-Trophy bietet gleichsam von allem, was es derzeit im Turniertennis gibt, etwas. Da ist einmal der zum Superstar aufgestiegene Novak Djokovic. Der 20-jährige Serbe ist die neue Nummer 3 der Weltrangliste. Djokovic hat heuer schon vier Turniere gewonnen, davon zwei aus den Masters Series, und ist damit der Aufsteiger der Saison. In Kanada schaffte er das Kunststück, hinter einander Roddick (damals 3), Nadal (2) und Federer (1) zu besiegen.
Djokovic wird nun immer wieder in einem Atemzug mit Roger Federer und Rafael Nadal genannt. "Ich habe ein hohes Level erreicht in den vergangenen Monaten, habe Federer und zweimal Nadal geschlagen. Das gibt mir viel Selbstvertrauen", meinte der 20-jährige Serbe, der aus dem Vorjahr in Wien (Aus in Runde 2) noch etwas gutzumachen hat.
Das dichte Teilnehmerfeld verspricht Spannung
Hinter ihm kommt als Nummer 2 der Chilene Fernando Gonzalez, Nummer 6 im ATP-Ranking und Vorjahrs-Finalist, der derzeit das beste Tennis seiner Karriere spielt, wie er kürzlich nach seinem Turniersieg in Peking erklärte. Als Nummer 3 fungiert der zweimalige Wien-Sieger und Titelverteidiger Ivan Ljubicic, nach Knieproblemen derzeit nur die Nummer 12 in der Weltrangliste, der die Wiener Stadthalle als sein Wohnzimmer betrachtet und dort unbedingt den Hattrick schaffen will.
Neben Titelverteidiger Ljubicic und Gonzales sind noch weitere drei Finalisten aus den letzten vier Jahren wieder dabei : Juan Carlos Ferrero (2005), Guillermo Canas (2004, 01) und Carlos Moya (2003).
Mit Canas (13), Richard Gasquet (14), Moya (15), Juan Ignacio Chela (16) sowie Marcos Baghdatis (20) erhöht sich die Zahl der Top 20-Spieler auf stolze acht. Die Dichte des Trophy-Feldes kommt damit eindrucksvoll zum Ausdruck. Insgesamt haben die Wien-Teilnehmer heuer schon 14 Turnier gewonnen.
Österreichische Starter
Die dritte wild card nach Guillermo Canas und Carlos Moya erhielt Alexander Peya, der damit vierter Österreicher im Hauptfeld nach den fix Qualifizierten Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Werner Eschauer ist. Eine besondere Note als Lokalmatador könnte Julian Knowle zufallen, der ja zusammen mit dem Schweden Simon Aspelin US Open-Sieger und damit 2. Österreichischer Grand Slam Gewinner nach Thomas Muster wurde. Sein Antreten in Wien ist jedoch noch unsicher. Knowle und Aspelin wollen sich bis zum 26.September entscheiden, ob sie Wien oder Stockholm spielen.
Bislang neunzehn Nummer-Eins-Spieler in Wien
Begonnen hat alles mit dem Vienna-Open 1974 und dem Turniersieg des 20jährigen amerikanischen Qualifikanten Vitas Gerulaitis. 2003 gewann mit dem Schweizer Roger Federer der achtzehnte Nummer-Eins-Spieler der Welt, der in Wien angetreten ist.
Nur vier der insgesamt 23 Weltranglistenersten haben das Stadthallenturnier nie oder noch nicht beehrt - wahrlich ein überragender Qualitätsnachweis. Rund drei Viertel aller Top-Ten-Spieler der letzten Jahrzehnte haben in Wien das Racket ausgepackt.
Die Entwicklung weist nach oben - heute gehört das Turnier zu den International Series Gold, der dritthöchsten Turnierkategorie nach Grand Slam und Masters-Series.