Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich und Willi Resetarits spielen in ihrem Konzert am 24. Juni jeweils eigene Sets. Ein langer Abend ist garantiert, denn so viel Austropop in Reinkultur gab es bisher nicht zu hören.
Unterstützung erhalten die Legenden dazu noch von den musikalischen Ball-Künstlern (und Vereinsgründungsmitgliedern) Johann K. und Toni Polster.
Bereits für die Hohe Warte erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit!
Über Rainhard Fendrich
Rainhard Jürgen Fendrich wurde 1955 in Wien geboren. Seine Schulzeit verbrachte er im Knabeninternat. Seine erste Gitarre bekam er mit 15 Jahren zum Geburtstag geschenkt und begann sogleich damit, sich die ersten Griffe selbst beizubringen. Nach seinem Abitur finanzierte er sich seinen Schauspiel- und Gesangsunterricht mit diversen Gelegenheitsjobs.
Der Beginn einer Karriere
Seine erste größeren Theaterrollen bekam er 1980 in den Stücken Chicago und Die Gräfin vom Naschmarkt im Theater an der Wien. Hans Gratzer gab ihm schließlich einen Schauspielvertrag in seinem Schauspielhaus für die Aufführungsserie von Hamlet. Im selben Jahr unterschrieb Fendrich auch seinen ersten Plattenvertrag und produzierte die LP Ich wollte nie einer von denen sein.
Der erste große Hit
Der große musikalische Durchbruch gelang Fendrich 1981 mit dem Sommerhit Strada del sole. Insgesamt wurden 99.000 Singles in ganz Österreich verkauft. Es folgten weitere Erfolgslieder wie Es lebe der Sport, Schickeria (1982), Razzia (1982), Weus'd a Herz host wia a Bergwerk (1983), I am from Austria 1990), , Blond (1997) u.v.m.
Auszeichnungen
Schon zu Beginn seiner Karriere wurde Fendrich mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. So wurde er 1983 für die Alben Zwischen eins und vier und Alles is ganz anders word'n mit Platin ausgezeichnet - für die Single Ich wollte nie einer von denen sein wurde er sogar mit Gold belohnt. Zahlreiche weitere Auszeichnungen sollten in den nächsten Jahren folgen. So erhielt er dreimal (1994, 1995, 2000) die Goldene Romy und gewann 2002 den österreichischen Musikpreis Amadeus.
Durchbruch in Deutschland
Mit Macho Macho erreichte 1988 wieder eine seiner Singles die Spitzenposition. Daraufhin folgte auch in Deutschland der große Durchbruch mit Platz 2 in den Charts. Auch in der Schweiz wurde eine Top-3-Position erreicht. Bis heute gilt das Lied als ein populäres Partylied. Überraschend war der hohe Charteinstieg damals trotzdem, da das Lied rein im Wiener Dialekt gesungen war.
Karriere auf der Bühne, im Film und Fernsehen
Parallel zu seinen ersten Erfolgen in der Musikbranche stand Fendrich auch noch in rund 200 Vorstellungen von Jesus Christ Superstar auf der Bühne. Sein Musicalengagement sollte er später in Chicago (1998) und Wake up (2002) weiter fortsetzen. Seine erste Filmrolle bekam Fendrich 1984 in Coconuts. Es folgten - wenn auch erst einige Jahre später - weiter Auftritte in Fernsehfilmen, wie etwa Fröhlich geschieden (1997), Die Ehre der Strizzis (1999) und Eine Insel zum Träumen (2001). Anfang der 90er Jahre entdeckte Fendrich auch seine Liebe zur Moderation und war unter anderem in den berühmten Shows Nix is fix (1993 - 1995), Herzblatt (1993 - 1997), Deal or no Deal (2005) und aktuell in der ATV-Sendung Sing or Win zu sehen.
A3 - Drei Größen des Austropop finden zusammen
Im Jahr 1997 bildeten Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros und Georg Danzer die Gruppe Austria3 und spielten zugunsten der IFO (Initiative für Obdachlose). Die Konzerte waren ein voller Erfolg und wurden daher bis ins Jahr 1996 fortgesetzt.
Über Wolfgang Ambros
Wolfgang Ambros wurde 1952 im niederösterreichischen Wolfsgraben als Sohn eines Volksschuldirektors und einer Lehrerin geboren. Den Großteil seiner Schulkarriere beging er jedoch in Wien. Nachdem er im Gymnasium durchgefallen war und nach einem Jahr Hauptschule sich für die"Graphische Lehr- und Versuchsanstalt" entschieden hatte, begann er erstmals für die Gedichte seines Klassenkollegen Joesi Prokopetz seine ersten Lieder zu schreiben. Doch auch dieser Schule wurde er verwiesen und schlug sich fortan mit Gelegenheitsjobs durch - verbrachte sogar ein Jahr in London.
Durch Zufall zum Hit
1971 kam Ambros zurück in Wien wieder als Plattenverkäufer unter. Im "Musik-Palais" in der Wiener Innenstadt. Durch Zufall wurde er mit der Vertonung eines Prokopetz' Gedichts entdeckt und produzierte dieses im Schnellzugsverfahren. Im Radio rief das Lied zuerst "Schockwirkung" hervor, anvancierte aber schnell zum Hit.
Im Februar 1972 erschien die erste Ambros-LP Alles andere zählt net mehr, von der 15.000 Stück verkauft wurden. Für damalige Zeiten eine Sensation. Der nächste kommerzielle Erfolg sollte erst 1975 mit der Single Zwickt's mi kommen - ein weiterer Nummer-Eins-Hit. Auch das dazugehörige Album Es lebe der Zentralfriedhof konnte wider Erwartungen Platz 1 erreichen. Der gleichnamige Song, der zwar nicht als Single veröffentlicht wurde, gilt bis heute noch als charakteristische Friedenshymne unter Ambros-Fans. Der Text soll die Gleichheit der Menschen zeigen (und dafür wurden die toten Menschen als Beispiel herangezogen). Ab diesem Zeitpunkt etablierte Ambros sich zum Star der österreichischen Rockszene. Schon einige Jahre später kam wieder ein Lied auf den Markt, welches eine weitere Hymne sein sollte - Schifoan.
Fulminanter Start in die 80er
Auch in der ersten Hälfte der 80er-Jahre waren sowohl Ambros' Singles als auch dessen Alben große Erfolge und Meilensteine seiner Karriere. Mit einigen seiner Longplayer konnte er auch die deutsche Hitparade erreichen. Der Hit Für immer jung, den er von Bob Dylans Forever Young coverte wurde öfters auf regierungskritischen Demonstrationen gespielt.
In der zweiten Hälfte der 80er trat Ambros immer mehr aus dem Rampenlicht. Mit der Veröffentlichung des Albums Die größten Hits aus 20 Jahren im Jahr 1992 erinnerte er sich jedoch an alte Erfolge zurück und konnte mit dem Album auch an diese anschließen.
Trendwende in den 90ern
Aufgrund der Programmreform bei den öffentlich-rechtlichen Radiosendern Anfang der 90er Jahre beschloss Ambros, dessen Lieder nunmehr nur noch von Regionalradios gespielt wurden, kaum mehr Singles zu veröffentlichen und sich mehr auf seine Alben zu konzentrieren.
A3 - Drei Größen des Austropop finden zusammen
Im Jahr 1997 bildeten Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros und Georg Danzer die Gruppe Austria3 und spielten zugunsten der IFO (Initiative für Obdachlose). Die Konzerte waren ein voller Erfolg und wurden daher bis ins Jahr 1996 fortgesetzt.
Über Willi Resetarits
Willi Resetarits wurde 1948 als Sohn burgenlandkroatischer Eltern in Stinatz geboren. Als Willi drei Jahre alt war, zog die Familie nach Wien. Ebenso wie seine Brüder, der 1947 geborene Lukas und der 1960 geborene Peter, wuchs Willi kroatisch sprechend auf. Nach der Matura studierte er Anglistik und Sport mit dem Ziel, Lehrer zu werden - obwohl die Musik schon damals ein bestimmender Faktor in seinem Leben war. Aus der Pädagogenkarriere wurde dann aber doch nichts - stattdessen startete Willi mit der Politrock-Gruppe Schmetterlinge, deren Mitglied er seit 1969 war, durch. Beim Song Contest in London 1977 traten die Schmetterlinge für Österreich an und belegten mit der Schnulze "Boom Boom Boomerang", die Willis Bruder Lukas getextet hatte, einen bravourösen vorletzten Platz.
Als "Ostbahn-Kurti" kam der Durchbruch.
Mitte der Achtziger hob Resetarits, gemeinsam mit dem Autor und Komponisten Günter Brödl, sein Alter Ego aus der Taufe: Ostbahn-Kurti. Ursprünglich eine bloße Romangestalt aus der Feder Günter Brödls, sollte Ostbahn-Kurti Resetarits' größter Erfolg werden. Schon das erste Konzert im März 1985 im Schutzhaus am Schafberg wollten 600 Besucher miterleben, im selben Jahr kam der Durchbruch mit der Coverversion Feia/Feuer des Bruce-Springsteen-Klassikers Fire. Bis 1994 hieß die Formation um Willi Resetarits "Ostbahn-Kurti & die Chefpartie", später "Kurt Ostbahn & die Kombo". Kult wurde die Radiosendung Trost & Rat auf Radio Wien (1995-1998). Auch literarisch ist Willi Resetarits aktiv, als Mitherausgeber des Buches Beatles, Bond und Blumenkinder - Unser Gefühl in den sechziger Jahren (2003).
Auftritte als Doktor oder Professor Kurt Ostbahn, wie sie anfangs vorkamen, gab es in späteren Jahren nicht mehr - ganz offiziell legte Ostbahn 1994 seine "akademischen" Titel "Doktor der Önologie (Weinkunde)", "Professor der Kurtologie" und "Obermedizinalrat" zurück.
Das Ende einer Ära
Aufgeschreckt wurde die große Fangemeinde Anfang 2003 durch Resetarits' Ankündigung, Kurt Ostbahn werde sich von der Bühne zurückziehen - eine Folge des plötzlichen Todes von Resetarits' Wegbegleiter Günter Brödl (10.10.2000), der die kultige Romangestalt ersonnen hatte. Den Fans wird Kurt Ostbahn, der mittlerweile eine fulminante Abschiedstournee absolviert hat, sicher fehlen.
Einsatz für soziale und politische Belange
Politisches und soziales Engagement war Willi Resetarits stets wichtig. Er fungierte als Mitbegründer von "Asyl in Not" und "SOS Mitmensch" und Obmann des Vereins "Projekt Integrationshaus". Sein unermüdlicher Einsatz für die Belange sozial Schwacher und politisch Andersdenkender brachte ihm sowohl hohe Auszeichnungen wie den Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte (Ö) und den Josef-Felder-Preis für Gemeinwohl und Zivilcourage (D) als auch eine Verurteilung wegen "Aufrufs zur Wehrdienstverweigerung" ein.