
COLDPLAY - THE VIVA LA VIDA TOUR 2008
Mittwoch, 24.September 2008
Coldplay haben ihre „Viva La Vida“-Europatour angekündigt, die nach ihrem gleichnamigen neuen Album benannt ist, das am 12. Juni veröffentlicht wird. Die Tournee, produziert von Live Nation, bringt sie am 24. September in die Wiener Stadthalle!
Vor dem offiziellen Start spielen Coldplay Gratis-Konzerte in der Londoner Brixton Academy und im New Yorker Madison Square Garden. „Viva La Vida“, Coldplays jüngstes Album, wurde von Brian Eno und Markus Dravs produziert. Die CD tritt die Nachfolge von „X & Y“ aus dem Jahr 2005 an, die in 32 Ländern als Nr. 1 debütierte und weltweit bisher mehr als 10 Millionen Einheiten verkauft hat.
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Über COLDPLAY
Mit schwebenden Akkorden, weinerlich verzerrten Gitarren und tränenartig tropfenden Rhythmen signalisieren Coldplay im Jahr 2000: Die Schönheit der Welt muss eine traurige sein. Die Band, die gleich mit dem Debütalbum "Parachutes" alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, besteht aus einer eher unscheinbar wirkenden Gruppe Zwanzigjähriger: Chris Martin (Gesang, Gitarre, Piano), Guy Berryman (Bass), Jon Buckland (Gitarre) und Will Champion (Schlagzeug).
Zunächst an unterschiedlich Orten (Devon und Southhampton, Schottland und Wales) groß geworden, lernen sich die vier jungen Männer 1996 am Londoner College kennen. Nach der selbstfinanzierten EP "Safety" im Jahr 1998 und der vom NME-Redakteur Simon Williams protegierten EP "Brothers & Sisters" auf dem Label Fierce Panda, die Anfang '99 kurz in den UK Top 100 gastiert, beweisen die Label-Scouts von EMI/Capitol Gespür, und nehmen Coldplay im April 1999 unter Vertrag. Sie sollten es nicht bereuen.
Das schon bald als Nachwuchs-Britpopper titulierte Quartett präsentiert gleich mit dem ersten Full Length-Werk "Parachutes" ein in sich stimmiges, harmonisches Album. Die erste Singleauskopplung "Yellow" klettert bis auf Platz vier der englischen Charts und auch das gerade erst veröffentlichte Album greift mit wunderbar melancholischen Klängen nach den Sternen.
Der Band scheint der Erfolg zunächst nicht gut zu bekommen: Private Beziehungen gehen in die Brüche und Sänger Chris Martin laboriert ständig an entzündeten Stimmbändern. So müssen fast sämtliche in Deutschland angekündigten Konzerte aus Krankheitsgründen wieder abgesagt werden. Dafür stellt sich parallel ein enormer Erfolg für die Gruppe in den USA ein, von dem gestandene Europa-Superstars wie Oasis schon lange träumen.
Inzwischen sind auch alle Wehwehchen wieder kuriert. Doch Coldplay sagen wieder sämtliche Termine in Deutschland - bis auf einen - ab. Nur wer das Konzert in der Großen Freiheit in Hamburg miterleben durfte, fühlt große Genugtuung. Die vier gestandenen Musiker beweisen, dass sie es live genau so drauf haben wie auf Platte. Und sie geben dabei einen Vorgeschmack auf's neue Album, der aus ohnehin großem Appetit einen Heißhunger macht.
Dieser wird am 28. August 2002 gestillt - "A Rush Of Blood To The Head" erscheint und sorgt für ein gewaltiges Medienecho. Coldplay zieren sämtliche Titelseiten. Auch Kritiker des ersten Albums erkennen nun, dass Coldplay nicht die Vorzeige-Langeweiler sind, für die sie zunächst gehalten wurden.
Eine Flut an Preisen, zahlreiche MTV-Awards und drei Grammys bringen der Kombo internationalen Popstar-Status ein. Nicht nur musikalisch können sich Coldplay längst mit Stars und Sternchen messen: Bald erwartet die Schauspielerin Gwyneth Paltrow ein Kind von Sänger Chris. Die kleine Apple erblickt am 14. Mai 2004 das Licht der Welt.
Bis zu einem neuen Coldplay-Album dauert es dann auch so lange, wie es sich für Superstars gehört. Erst am 6. Juni 2005 gelangt das dritte Studiowerk namens "X&Y" in die Plattenläden, vorab erscheint am 23. Mai die Single "Speed Of Sound". Chris Martin schwärmt bereits vom "best album of all the time". In Interviews erzählt er oft von seiner Nah-Tod-Erfahrung, die seinen musikalischen Ehrgeiz noch schürte. Während eines Fluges des Frontmanns über einem abgeschiedenen Teil Afrikas kam sein Propeller-Jet in Turbulenzen und es gelang ihm nur mit Mühe die Landung. "Als wir kurz vor einem Crash standen, schwor ich mir, das beste Album aller Zeiten zu machen, sollte ich wieder nach Hause kommen", erinnert sich Martin.
Kurz darauf kürt ihn Peta2, die Jugendabteilung der größten Tierrechtsorganisation der Welt, zum sexiesten Vegetarier der Welt. Nicht nur aus diesem Grund liegt Chris Martins Band natürlich auch auf der folgenden Album-Tournee wieder die halbe Welt zu Füßen. Die Single "Talk", die eine Melodie aus Kraftwerks "Computerliebe" verarbeitet, schlägt ebenfalls hohe Wellen. Für den Clip arbeitet die Band erstmals mit Star-Regisseur Anton Corbijn zusammen.
Im April 2006 wird Martin zum zweiten Mal Vater. Seine Frau Gwyneth bringt einen Jungen namens Moses Bruce Anthony zur Welt. Der Vater bleibt trotz der Bandpause umtriebig. Zunächst singt er auf Nelly Furtados Nummer Eins-Album "Loose" mit ihr den Song "All Good Things (Come To An End)" ein. Im September besucht er dann Hip Hop-Guru Jay-Z in dessen New Yorker Studio, um ihm einige Songideen vorzustellen. Jay-Z arbeitet am Albumprojekt "Kingdom Come", an dem auch Dr. Dre und Kanye West teilnehmen.
(Quelle: laut.de)
Die Band über Viva La Vida or Death And All His Friends
Nach Aussagen der Bandmitglieder markiert Viva La Vida or Death And All His Friends eine unmissverständliche künstlerische Entwicklung für das befreundete Musiker-Kollektiv Coldplay. Der Titel des Albums ist auch eine Hommage an die extremen Empfindungen, die das Album vorantrieben.
„Für mich ist es unser bislang mutigstes und selbstsicherstes Album" sagt Bassist Guy Berryman. "Wir waren deutlich offener für neue Ideen und sehr viel weniger ängstlich zu experimentieren." "Es ist so einfach, sich selbst vom Finden neuer Wege abzuhalten, weil man die Meinung anderer Leute fürchtet", stimmt Chris Martin zu. "Wir haben uns regelrecht dazu gezwungen, uns von dieser Furcht freizumachen."
Das Resultat dieser selbst gesetzten Maxime ist eine Platte, in der die Groove-Komplexität programmierter Beats gewaltige Kirchenorgel-Schwaden bedrängt ("Lost!) und wo der Raum zwischen Strophe und Refrain mit vorantreibenden, deliziösen Streichern und Tablas im nordafrikanischen Stil durchstoßen wird ("Yes"). Forsches Flamenco-Händeklatschen transportiert eine schwermütige, verzweifelte Erzählung ("Cemetries Of London") und ein Vierviertel-Takt-Dancebeat verschmilzt mit trauernden Streichern zu einer Ode an vergangenen Glanz (Viva La Vida"). Es klingt wie Coldplay, nur anders.