
PETER KRAUS GIBT VOLLGAS
Montag, 9.Juni 2008
Die Fifties werden zu den Firsties, wenn Peter Kraus, Idol der Fünfziger und Sechziger Jahre, auf der Bühne rockt und rolled wie eh und je - als seien nicht 50 Jahre vergangen, sondern lediglich 50 Tage. Blendende Unterhaltung auf internationalem Niveau.
Peter Kraus gibt "Vollgas" und das nicht nur als Oldtimer-Fan sondern vor allem als passionierter Rock `n` Roller der ersten Stunde. Jetzt endlich präsentiert er seine Lieblingssongs der Rock `n` Roll Ära wie in seinen Anfängen mit teilweise umwerfend witzigen deutschen Texten aus der eigenen Feder.
Da wird aus "All Shoock Up" von Elvis das locker groovende "Total k.o.", aus dem Evergreen "The Wanderer" von Dion And The Belmonts das witzig, selbstironische "Der Anmacher" und aus dem einfühlsamen "To Know Her Is To Love Her" von Phil Spector wird der deutsche Ohrwurm "Was ich fühl".
Die seit den letzten zwei Rock-Alben perfekt eingespielte Band lässt es zudem wieder ordentlich krachen! Sie erweckt die Energie und die rotzigen Sounds mit Originalequipment der 50er und 60er Jahre wieder zum Leben. Und als "I-Tüpfelchen" drauf kommt dann die unverwechselbare Stimme von "the one and only" Peter Kraus...
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Über Peter Kraus:
Der Sohn des österreichischen Regisseurs und Kabarettisten Fred Krausnecker verbrachte seine Jugend abwechselnd in München, Wien und Salzburg, wo sein Vater ein eigenes kleines Theater hatte. Schon während seiner Schulzeit nahm Peter Kraus Gesangsunterricht, belegte Schauspiel- und Stepkurse und begann seine Karriere als Schauspieler Mitte der 1950er Jahre mit der Rolle des Johnny in „Das fliegende Klassenzimmer“ (1954) nach dem gleichnamigen Buch von Erich Kästner.
Kraus wurde – wie auch sein Kollege Ted Herold – bald zu einem der populärsten deutschsprachigen Rock-Sänger und Teenidole; das schlaksige und lässige Gehabe des jungen Mannes kam bei den Teenies an. In den ersten vier Jahren nach seinem Debüt brachte Kraus sechsunddreißig Schlager heraus und verkaufte damals bereits über 12 Millionen Schallplatten.
Kraus' erste Plattenveröffentlichung war Ende 1956 eine deutsche Version von Little Richards „Tutti Frutti“; Mitte 1957 folgte seine erste Hit-Notierung „Susi Rock“, die mit Platz 8 gleich ein „Top-Ten“-Erfolg wurde. Von da ab stand Kraus bis 1964 regelmäßig in den deutschen Charts; 1958 nahm er die Titel „Wenn Teenager träumen“, „Hula Baby“ und das legendäre „Sugar Baby“ auf, 1959 folgte seine Version von „Tiger“. Anfänglich war Kraus noch stark von Elvis Presley beeinflusst, doch bald gelang es ihm, einen eigenen Stil zu finden. Als der „nette Junge von nebenan“ sang er auch mit seinem Pendant, dem weiblichen Teenageridol Conny Froboess und trat mir ihr in Schlagerfilmen auf, wie 1958 in „Wenn die Conny mit dem Peter“ oder 1960 in „Conny und Peter machen Musik“. Beide avancierten bei Deutschlands Teenagern zu den meistgeliebten Leinwandstars der späten Fünfziger.
Kraus veröffentlichte auch einige Titel zusammen mit Jörg Maria Berg; unter dem Pseudonym Die James Brothers hörte man von dem Duo deutsche Cover-Versionen wie z. B. 1958 „Wenn“ (When), 1959 „Cowboy Billy“, 1960 „Rote Rosen“ (Pretty Blue Eyes), „Die jungen Jahre“ (Endless Sleep) oder 1964 „Hätt' ich einen Hammer“ (If I Had A Hammer), um nur einige zu nennen. Zudem sang er noch zusammen u.a. mit Lill Babs, Danny Mann, Alice und Ellen Kessler, Gus Backus sowie Gina Dobra.
Peter Kraus als Schauspieler
Schon bevor die Rock ’n’ Roll-Welle verebbte, war Peter Kraus weiter als Schauspieler in Filmen und im Fernsehen tätig – z.B. in „Die Freundin meines Mannes“ und „Der Pauker“, beide Regie: Axel von Ambesser oder in „Die Frühreifen“ Regie: Josef von Baky – und ging weiter mit seinen Liedern auf Tournee, die ihn auch nach Frankreich, England, Italien, die Niederlande, Schweden und Amerika führte. Kraus passte seine Lieder dem veränderten Musikgeschmack an und profilierte sich beim Übergang zu den Sechzigern als Deutschlands „Kuschelsänger“ Nummer 1. So sang er 1961 „Schwarze Rose Rosemarie“, erreichte damit Platz 5 der deutschen Hitparade und erhielt den Bronzenen Löwen von Radio Luxemburg; mit „Silvermoon“ und „Sweety“, weiteren klassischen Blues-Titeln, setzte er 1962 seinen kommerziellen Erfolg fort.
Ende der 1980er Jahre spielte Peter Kraus in der Fernsehserie Die glückliche Familie (produziert vom BR) den Modedesigner 'Heinrich Wolfgruber'.
Kraus trat auch als Drehbuchautor und Plattenproduzent in Erscheinung, hatte eine eigene TV-Show („Herzlichst, Ihr Peter Kraus“), die vierzehnmal ausgestrahlt wurde und in der er dem Fernsehpublikum ausländische Stars vorstellte. 1970 war Kraus unter anderem achtzehn Folgen lang Showmaster der TV-Unterhaltungsserie „Bäng-Bäng“. Seine Auftritte in der von seinem Vater produzierten Serie „8 x 1 nach Noten“ sowie „Hallo Peter“ waren beim Publikum ebenfalls sehr beliebt.
Kraus agierte auch in einigen Fernseh-Musicals wie „Die Pickwickier“, „Bel Ami“, „Ein Walzertraum“, „Wenn der Vater mit dem Sohn“, „Lösegeld für Mylady“ sowie „No, no, Nannette“. Mit seiner ehemaligen Partnerin Cornelia Froboess stand er nach 26 Jahren wieder gemeinsam vor der Kamera: Im Thriller „Der Sommer des Samurai“ von Hans-Christoph Blumenberg spielte er 1985 einen Aussteigertypen.
Im Frühsommer 2002 kam er mit einer neuen CD („Ich mach weiter“) auf den Markt und im Herbst des gleichen Jahres ging er damit auf Deutschland-Tournee. Er erhielt am 28. Januar 2003 das Silberne Ehrenzeichen des Landes Wien.
Insgesamt verkaufte Peter Kraus mehr als 17 Millionen Tonträger und erhielt unzählige Goldene Schallplatten, Auszeichnungen und Ehrungen. 1990 veröffentlichte er unter dem beziehungsreichen Titel „Wop-baba-lu-ba – mein ver-rocktes Leben“ seine Memoiren; auch als Maler wurde er inzwischen bekannt; seine Bilder, poppige Kompositionen, die an Roy Lichtenstein erinnern, fanden bei verschiedenen Ausstellungen in Zürich und St. Moritz große Anerkennung.
Peter Kraus wurde am 12. März 2006 der Echo für sein Lebenswerk verliehen. Schon 2004 hatte er den Amadeus Austrian Music Award - ebenfalls für sein Lebenswerk - erhalten.
Filme
Das fliegende Klassenzimmer, 1954, Regie: Kurt Hoffmann, Buch: Erich Kästner, mit Paul Dahlke (Justus), Paul Klinger (Der Nichtraucher), Erich Ponto (Sanitätsrat)
Die Frühreifen, 1957, mit Heidi Brühl, Sabine Sinjen
Die Freundin meines Mannes, 1957, Regie: Axel von Ambesser, mit Hans Söhnker, Hannelore Schroth,Barbara Rütting,Corny Collins,
Immer die Radfahrer, 1958, mit Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kulenkampff, Wolf Albach-Retty, Waltraut Haas, Corny Collins, Christiane Hörbiger, Inge Meysel
Wenn die Conny mit dem Peter, 1958, mit Cornelia Froboess, Loni Heuser, Ernst Stankovski, Peter Vogel, Rex Gildo
Der Pauker, 1958, Regie: Axel von Ambesser, mit Heinz Rühmann, Gert Fröbe, Bruni Löbel, Peter Vogel, Michael Verhoeven
Melodie und Rhythmus, 1959, mit Veronika Bayer, Rudolf Platte
Alle lieben Peter, 1959, mit Hannelore Schroth, Christine Kaufmann, Helen Vita, Boy Gobert, Peter Vogel
Kein Engel ist so rein, 1960, mit Sabine Sinjen, Hans Albers
Conny und Peter machen Musik, 1960, mit Cornelia Froboess
Schlager-Raketen, 1960, Regie: Erik Ode, mit Vico Torriani, Loni Heuser, Vivi Bach, Cornelia Froboess
Was macht Papa denn in Italien?, 1961, mit Claus Biederstaedt, Monika Dahlberg, Willy Fritsch, Harald Juhnke
Im schwarzen Rößl, 1961, Regie: Franz Antel, mit Karin Dor, Hans von Borsody, Paul Löwinger, Raoul Retzer, Lolita, Gus Backus
So toll wie anno dazumal, 1962, Regie: Franz Marischka, mit Harald Juhnke, Ilja Richter, Vico Torriani
Verrückt und zugenäht, 1962, mit Vivi Bach, Rudolf Platte, Oskar Sima, Beppo Brem, Gunther Philipp
Das haben die Mädchen gern, 1962, mit Gus Backus, Peter Vogel, Otto Schenk, Paul Löwinger, Paul Hörbiger
The Waltz King, 1963, mit Senta Berger
Wenn man baden geht auf Teneriffa, 1964, mit Corny Collins
Die Große Kür, 1964, Regie: Franz Antel, mit Wolf Albach-Retty, Hans-Jürgen Bäumler, Heinz Erhardt, Paul Hörbiger, Gunther Philipp, Mady Rahl
Happy-End am Wörthersee, 1964, mit Waltraut Haas, Paul Hörbiger, Raoul Retzer, Gunther Philipp
Lovemaker, 1969
Paganini, 1972, mit Teresa Stratas, Johannes Heesters, Dagmar Koller
Tausend Augen, 1984, mit Barbara Rudnik, Armin Mueller-Stahl, Karin Baal, Wim Wenders, Gudrun Landgrebe
Wenn die kleinen Veilchen blühen, 1985, mit Johannes Heesters, Cissy Kraner, Robert Stolz
Der Sommer des Samurai, 1986, mit Cornelia Froboess, Hans Peter Hallwachs, Nadja Tiller
Der Madonna-Mann, 1987, mit Michael Lonsdale, Marius Müller-Westernhagen
Tierärztin Christine, 1993, mit Hans Clarin, Uschi Glas
Liebling, ich muß auf Geschäftsreise, 1995, Regie: Peter Kraus, mit Dolly Dollar, Gila von Weitershausen, Klausjürgen Wussow
Die fabelhaften Schwestern, 2002
Links:
Offizielle Homepage: http://www.peterkraus.de/
Fanpage: http://die-rock-and-roll-ag.de/html/peter_kraus.html
Tipps:
Vollgas von Peter Kraus (Audio CD - 2007)
Peter Kraus - Erinnerungen von Peter Kraus (DVD - 2007)
Conny und Peter (2 DVDs) von Peter Kraus, Cornelia Froboess, Fritz Umgelter, und Werner Jacobs (DVD - 2006)