AMBROS SINGT MOSER
Ambassade Orchester Wien unter der Leitung von Christian Kolonovits
Als Wolfgang Ambros sich 2005 das erste Mal daran wagte Lieder von Hans Moser in Begleitung des Ambassade Orchester Wien und unter der Leitung von Christian Kolonovits neu zu interpretieren, da hatte manch einer noch seine Vorbehalte, um nicht zu sagen Zweifel.
Aber 2 Jahre, 2 CDs und eine DVD später sind sie alle eines Besseren belehrt und ist das Programm „Ambros singt Moser“ schon ein fester Bestandteil der Konzertliste von Wolfgang Ambros. Es gab bereits Auftritte im Wiener Konzerthaus, im Wiener Musikverein, im Stadttheater Baden und Grafenegg, um nur einige der renommierten Adressen zu nennen, wo diese musikalische Darbietung bejubelt wurde. Und so freuen wir uns, dass durch die neue CD Ambros singt Moser, die 2.te (erschienen am 19.10.07) der Liedschatz vergrößert wurde und nun in der „erweiterten Auflage“ am 3. Dezember in der Halle F der Wiener Stadthalle das erste Mal dargeboten wird.
Andy Zahradnik über Wolfgang Ambros und Hans Moser:
„Als Wolfgang Ambros ‚Der Hofa war’s vom 20er Haus’ gesungen hat, da war der Moser aus dem Haus Ferdinandstrasse 22 im 2. Wiener Gemeindebezirk bereits ausgezogen, ja sogar in seiner Villa in Hietzing war er nimmer anzutreffen. Der ‚Hofa’ war 1971, Moser verstarb 1964. Damals war Wolfgang Ambros 12 Jahre alt.
Somit steht eines fest, der wiedergeborene Moser kann Ambros nicht sein.
Schade, denn dann wäre alles so leicht. Moser & Ambros: schnoddrig, a bissl grantelnd, dann und wann auch a bissl kauzig, aber trotz alledem mit einer gehörigen Portion Humor versehen und beide mit der Gabe ausgestattet einem Witz nach der Pointe noch eine G’nackwatschn nachzuschieben. Sang der Herr Moser vom Wein, vom Schwipserl und Grinzing und massierte mit seiner Nuschelstimme das goldene Wienerherz, dann legte der andere drei Jahrzehnte später mit Textzeilen wie ‚Ganz Wien storniert den Wein und raucht sich nur mehr ein’ oder noch viel später im Song ‚Voom Voom, Vanilla, Camera’ noch neuzeitlich eines drauf . Moser sang ‚Sperrstund is, ja irgendwann einmal macht jedes Lokal a bisserl zua’ und bei Ambros heisst es ‚Hoiba Zwölfe, der Wirt macht an Bahö… wir sollen doch endlich gehen, weil um hoiba Zwölfe wird’s finster in Wien’.
Es ist nicht der Herr Moser, der da singt, es ist der Herr Ambros, der es ganz bewusst vermeidet diese Lieder zu modernisieren und sie dadurch besonders charmant erscheinen lässt.“