

(Vorgruppe „Turbonegro“)
Irgendwie haben wir schon seit 1989 den Verdacht, dass es sich bei der Kunstfigur des Luxus-Schauspielerin–bevornamten und sich des Nachnamens eines irren Mörders bedienenden, plateaubeschuhten Hühnen, recht martialisch geschminkt und seelenverdunkelt, irgendwie um die fleischgewordene Ausgabe der nur im Musical bestandhaftigen Ikone namens Frank’N’Furter handelt.
Doch gesamtkünstlerisch gesehen, geht einem der Name MARILYN MANSON wie verrostete Reißnägel die bereits heftig angegriffene Kehle hinunter.
Was hat dieser Brian Warner vier Jahre nach „The Golden Age Of Grotesque“ nicht wieder für ein geniales Album abgeliefert! „EAT ME, DRINK ME“ heißt das Teil und hat jede Menge gezügelten Wahnsinn mit an Bord.
Eine Manson Show ist prinzipiell nichts für schwache Nerven, auf alle Fälle ein guter Grund, sich keinen einzigen Österreich- Termin entgehen zu lassen. Und der 26. November in der Wiener Stadhalle ist definitiv ein solcher.