

Ein neues kulturelles Zentrum in Wien - die Stadthalle und die Zukunft
Der neue, beeindruckende, herausragende Stadthallenkomplex, das architektonisch mehrfach ausgezeichnete Büchereizentrum der Stadt Wien am Gürtel, das Lugner-Multiplexx-Kino und das Shopping-Center, die lebendige junge avantgardistische Szene in den Stadtbahnbögen, zahlreiche Bezirksaktivitäten auf öffentlichen Plätzen, der Umbau des Westbahnhofes zu einem Multifunktionszentrum, die neue Nutzung des bisherigen Bahngeländes - ebenfalls mit kulturellen und architektonischen Akzenten - das alles entsteht im 15.Berzik. Die Grundzeithäuser werden sukzessive renoviert, neue junge Familien siedeln sich an, ein pulsierendes urbanes Leben entwickelt sich.
Die Stadthalle ist dabei Hauptanziehungspunkt: Mit mehr als 1 Million Besuchern im Jahr, über 200 großen und kleineren Veranstaltungen, einem Programmmix, der seinesgleichen in Wien sucht.
Urbanisierung ist eines der städtebaulichen und städteplanerischen Motti der Stadt Wien. Das Gebiet rund um die Stadthalle zählt dabei zu den wesentlichen Zukunftsarealen. Wien hat damit lange vor anderen Metropolen einen Weg eingeschlagen, den sie erst jetzt mühsam wieder beschreiten: Nicht die Verlagerungen von Hallen an entfernte und infrastrukturarme Stadtränder, sondern gezieltes Nutzen der offenen innerurbanen Flächen ohne dass deshalb Gründerraum verloren gehen würde. Mit 51 Prozent Grünanteil ist Wien immer noch die Umweltmusterstadt aller Hauptstädte der EU.
Der neue Programmmix
Mit dem Bau der Halle F - einer der modernsten Theatersäle überhaupt - hat die Wiener Stadthalle ab der Spielzeit 2006/07 nicht nur den Aktionsradius, sondern auch das Programmportfolio deutlich ausgeweitet. Sowohl in der quantitativen als auch in der qualitativen Vielfalt: Vom Musical über die Einzelentertainmentshows bis hin zu Theater, Show und zeitgenössischem Kabarett.
"Mit der Halle F haben wir", so Stadthallen Direktor Peter Gruber, "eine echte Lücke geschlossen. Erstens gibt es in Punkto Kapazität keine vergleichbare Halle - ein Fassungsvermögen für 2.000 Besucher in Wien fehlte bislang - und zweitens können wir internationale Top-Größen für mehrere Tage nach Wien verpflichten, ohne damit die große Halle zu blockieren."
Das Interesse internationaler Promotoren ist groß. Schließlich gilt Wien immer noch als eine der entertainmentaffinsten Städte der Welt - mit einem Theater- und musikbegeisterten Publikum quer durch alle Altersschichten.
Dazu kommt, dass die Stadthalle in Zukunft wesentlich stärker als bisher als Veranstalter auftreten wird: "Die großen Promotoren wollen verlässliche Partner, die selbst über die notwendige Infrastruktur und Marketingpower verfügen als über Zwischemittler zu agieren. Wir sind die erste Adresse in Österreich", so Peter Gruber.
Zum zweiten wird es in Zukunft auch Eigenproduktionen geben: "Wir haben genügend künstlerisches Potential in Wien und werden unsere Produktion auch ausländischen Hallen und Veranstaltern anbieten."
Dazu können in Zukunft die Synergien im neuen Stadtviertel selbst genutzt werden: Immerhin zieht das gesamte Grätzel neues Publikum ansich, das auch mit der Stadthalle in Kontakt kommt und zum Stammkunden werden kann. Außerdem wird der Aktionsradius deutlich erweitert: "Wir werden", so Dr. Gerhard Feltl, Geschäftsführer "vor allem auch Menschen in den umliegenden neuen EU-Staaten ansprechen. Die Entfernungen nach Bratislawa und Budapest sind geringer als beispielsweise nach Linz oder Salzburg."