
Für eine multimediale Stadthalle - die Stadthalle und die digitale Revolution
Multifunktional ist heute Multimedia. Die digitale Revolution hat den gesamten Entertainmentbereich revolutioniert und nachhaltig verändert.
Virtuelle Realitäten und multimediale Unterhaltungsfiktionen dominieren heute die Erlebnis- und Lebenswelten der - vor allem jüngeren -Menschen. Das hat auch zu einer Neudefinition der klassischen Entertainment geführt. Es ist ohne die enge Kooperation mit digitalen Unterhaltungswelten nicht mehr vorstellbar.
Den - im eigentlichen Sinne - Link dazu stellt der Webauftritt dar. Reale Hallen wie die Wiener Stadthalle manifestieren sich als virtuelle Oberflächen und interaktive e-zines.
Dennoch ist das Live-Erlebnis in der Realität durch nichts zu ersetzen. Im Gegenteil: Je wirklichkeitsnaher die virtuellen Welten werden, umso größer wird das Bedürfnis nach erlebter Realität. Das ist die Wiener Stadthalle.
Sie bildet beides ab: die fiktive Interaktions- und Unterhaltungsplattform und den singulären Moment des Live-Auftrittes.
Von der Halle zum MultimediumRechtzeitig hat die Wiener Stadthalle dies erkannt und ist heute Multimedium, das seinesgleichen in Österreich und auch in Mitteleuropa sucht.
Wir haben zudem den Radius unserer Aktivitäten deutlich erweitert und sprechen bewusst neue Zielgruppen in den umliegenden zentraleuropäischen Ländern an, exportieren unser Veranstaltungs-Know-how und sind gleichzeitig multimediale Unterhaltungsplattform: Tor zur großen Welt des Unterhaltungsbusiness.
Ein neuer Stadtteil entwickelt sich
Rund um die Stadthalle entsteht ein neuer, kulturell geprägter Stadtteil. Das Städtische Büchereizentrum präsentiert sich als bestfrequentiertes Multimedia-Literaturhaus mit jährlich knapp einer Million Besuchern in den U-Bahnbögen am Gürtel, ein Paradebeispiel für die lebendige Nutzung der Industriearchitektur, entsteht eine neue Musikavantgarde, die später einmal auch ihre Plattform auf den Bühnen der Stadthalle finden sollte, rund um den ehemaligen Westbahnhof siedeln sich Creative-Mini-Factories an, die bestehende Architektur der Gründerzeit im 15. Bezirk wird sukzessive neu belebt, der Westbahnhof wird zum urbanen Point of Public Interest. Im Zentrum: die Wiener Stadthalle als Impulsgeber und Sport- und Entertainmentcenter.
Die Entscheidung der Stadt Wien, keine Mega-Hallen an infrastrukturell nicht erschlossenen Stadträndern zu bauen, sondern bewusst innerstädtisches Potential zu nutzen, hat sich als richtig herausgestellt. Die Stadthalle ist Dynamo einer neuen Form von Stadtkulturentwicklung in vorhandener Infrastruktur, die dadurch lebendig gehalten, und laufend neu definiert wird.
Prof. Dr. Gerhard Feltl
Geschäftsführer der Wiener Stadthalle