

Dünne Luft und kalte Nächte am Gasherbrum
Fünfzig Jahre nach der Erstbesteigung des Gasherbrum II durch den legendären Wiener Fritz Moravec stand zum ersten Mal eine Wienerin auf dem Gipfel des 8.035 m hohen Bergriesen. Am 29. Juli 2006 erreichte Hannelore Ebner gemeinsam mit Ignaz Gruber und Gerhard Rosenitz den Gipfel des Gasherbrum II und erfüllte sich damit einen Lebenstraum.
Der Gasherbrum II liegt im Karakorum, dem Dreiländereck zwischen China, Pakistan und Indien. Mit seiner vergletscherten Gipfelpyramide, deren Wand im Abendlicht wie ein riesiges Dreieck leuchtet, gilt er vielen als der formschönste Berg der Welt.
Bereits vor 50 Jahren war er das Ziel von drei Österreichern. In Erinnerung an diese erste Expedition vor einem halben Jahrhundert starteten die Naturfreunde unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer eine aufwändige Jubiläumsexpedition. Mit dabei im 25- köpfigen Team Hannelore Ebner als einzige weibliche Alpinistin.
Am 24. Juni 2006 brach die Expedition von Wien nach Islamabad auf. Was die gesamte Mannschaft in den folgenden sieben Wochen erlebte, war Abenteuer pur.
Die gefährliche Autofahrt ins Industal, der 120 km lange Fußmarsch zum Basislager, Wetterkapriolen wie Hitze, Stürme und Niederschläge zehrten an der Kondition und den Nerven. Extreme Spaltengefahr, Steinschlag und Lawinen erforderten mentale Stärke und die Bereitschaft, an die Grenzen zu gehen.
In einer Multi-Visions-Show schildert Hannelore Ebner gemeinsam mit anderen Expeditionsteilnehmern in der Wiener Stadthalle die Erlebnisse während der Expedition. Diese Alpinisten vermitteln den Eindruck von einem der letzten großen Abenteuer der Menschheit: der Besteigung eines Achttausenders.